Einsatz #105/2019 H GEFAHR 2

Eingetragen bei: Einsätze | 0

Sonntag, 30. Juni, 14.18 Uhr, Bad Wildungen, Schlachthofstraße, H GEFAHR 2 – ausströmendes Amoniak.

Am Sonntag um 14.18 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Wildungen mit dem Einsatzstichwort H GAS 1 auf das Gelände des Bad Wildunger Schlachthofes alarmiert.

Bei der Lageerkundung wurde festgestellt, dass aus einer Rohrleitung Ammoniak austrat. Daraufhin wurde auf Veranlassung des Einsatzleiters das Einsatzstichwort auf H GEFAHR 2 erhöht.

Zunächst ging ein Trupp unter Vollkörperschutz (Chemikalienschutzanzug) vor, diesem Trupp gelang es zunächst einen Schieber der Ammoniakanlage zu schließen. Allerdings traten weiterhin Restmengen des Ammoniaks aus, sodass weitere Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzügen versuchten weitere Schieber zu schließen. Das austretende Ammoniak wurde dann mit Wassernebel unter Einsatz eines Hydroschildes gebunden.!

Parallel zu diesen Einsatzmaßnahmen wurden auf dem Schlachthofgelände Schadstoffmessungen durchgeführt. Die Feuerwehr Korbach führte mit dem Erkunder Messfahrten in der näheren Umgebung des Schlachthofes durch. Alle Messergebnisse ergaben , dass die ausgetretenen Schadstoffkonzentrationen unter den Schwellenwerten lagen und somit keine Gefahr für die Bevölkerung bestand!

Zur Unterstützung der Bad Wildunger Feuerwehr wurden der Gefahrstoffzug und der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Waldeck-Frankenberg von der Leitstelle alarmiert. Insgesamt unterstützen 37 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Korbach die bereits im Einsatz befindlichen 53 Kameradinnen und Kameraden aus Bad Wildungen, Wega und Braunau. Vor Ort war auch Bürgermeister Ralf Gutheil, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer, 5 Beamte der Polizei sowie 4 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit RTW und KTW.

Somit waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul im Einsatz.

Gegen 02.30 Uhr konnte der Großteil der Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen – eine Nachtwache aus 4 Einsatzkräften verblieb bis zum nächsten Morgen.

Die Einsatzstelle wurde am Montagmittag an den Betreiber übergeben – somit dauerte der Einsatz fast 24 Stunden.

Fotos: M. Raue, S. Schwieder