Das Jahr 2026 hat begonnen und zwei Einsätze sind auch schon abgearbeitet worden – Zeit um auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurückzublicken:
01. Januar 2025 – Fahrzeugbergung im Helenental (H 1 / Einsatznr.: 2)
Am Neujahrstag (11:30 Uhr) wurden wir von der Polizei um Amtshilfe gebeten. Im Helenental in der Nähe der Stahlquelle war ein PKW von einem Waldweg in den Sonderbach gerutscht und dort gehängen geblieben; ebenso hatte sich in der Nähe ein Transporter festgefahren.
Beide Fahrzeuge konnten mit Unterstützung eines Landwirtes und dessen Traktor geborgen werden.
20. Januar 2025 – Wohnhausbrand in der Neuen Straße (F 2 Y / Einsatznr.: 19)
Am Montagabend (21:48 Uhr) wurden wir zu einem Wohnhausbrand in die dicht bebaute Altstadt alarmiert.
Beim Eintreffen stellte sich die Lage so dar, dass das Obergeschoss eines Wohnhauses in Vollbrand stand und der Brand sich bereits auf das Dachgeschoss ausgebreitet hatte und die Dachhaut in großen Teilen trotz „harter Bedachung“ durchgebrannt war.
Sofort wurde die Brandbekämpfung und die Personensuche im Gebäude unter Einsatz von 3 Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren und die Druckbelüftung des Gebäudes zur Unterstützung der vorgehenden Trupps eingeleitet. Parallel zum Innenangriff wurden Riegelstellungen mit weiteren Rohren zu den Nachbargebäuden aufgebaut um eine Brandausbreitung zu verhindern. Mit dem Wenderohr vom Korb der Drehleiter aus wurde der Brand des Dachgeschosses und des brennenden Dachstuhls bekämpft.
Nachdem das Gebäude voll umfänglich von den Atemschutztrupps abgesucht worden war, konnte „Entwarnung“ gegeben werden. Es befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Während des gesamten Einsatzes wurde das Brandobjekt mit der Drohne überflogen. Die von der Drohne aufgezeichneten Fotos und die Messungen mit der integrierten Wärmbildkamera lieferten der Einsatzleitung wertvolle Informationen für die taktische Vorgehensweise bei der Brandbekämpfung.
Gegen 01:50 Uhr war der Einsatz für die 64 Feuerwehrleute, die unter Leitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul im Einsatz waren, beendet.
27. März 2025 – Brand Müllsäcke und Altkleidercontainer (F 1 / Einsatznr.: 65 + 66)
Am Donnerstag (02:31 Uhr und 06:06 Uhr) wurden wir innerhalb weniger Stunden zu zwei Brandeinsätzen alamiert. In der Nacht brannten in der Brunnenallee Müllsäcke in der Nähe eines Gebäudes und am Morgen brannten mehrere Altkleidercontainer auf einem Parkplatz oberhalb eines Einskaufzentrums in der Odershäuser Straße.
Beide Brände konnten unter Vornahme von C-Rohren abgelöscht werden.
13. April 2025 – Brand einer Lagerhalle in der Berliner Straße (F 3 / Einsatznr.: 73)
Am Sonntagnachmittag (17:29 Uhr) wurden wir mit weiteren Feuerwehr- und Rettungskräften zu einem Brand einer Lagerhalle in der Berliner Straße alarmiert – bereits auf der Anfahrt konnte eine massive Rauchsäule wahrgenommen werden.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine etwa 60 m lange, eingeschoßige Lagerhalle für Tiernahrung in Vollbrand, die Dachhaut war bereits durchgebrannt. Durch einen sofort eingeleiteten umfassenden Löschangriff und eine Riegelstellung zum Schutz des benachbarten Dachdeckerbetriebs konnte eine Ausbreitung des Brandes auf benachbarte Gebäude verhindert werden.
Während der Löscharbeiten wurde das Brandobjekt mit der Drohne überflogen um die Löscharbeiten aus der Luft aufzeichnen zu können und mit der Wärmebildkamera der Drohne zu überwachen.
Nachdem der Brand unter Kontrolle war, wurde das gesamte Brandobjekt mit Löschschaum geflutet, dabei kam das Flexi-Foam-System über die Drehleiter zum Einsatz. Die Schaumerzeugung erfolgte über die Druckzumischanlage des TLF 4000. Einsatzkräfte des THW OV Bad Wildungen bauten in dieser Phase eine Löschwasserrückhaltung auf, um das kontaminierte Löschwasser nicht unkontrolliert abfließen zu lassen.
Die Feuerwehr Korbach führte mit 2 Erkunderfahrzeugen Schadstoffmessungen in den bebauten Gebieten und Nachbarorten durch. Eine erhöhte Schadstoffkonzentration konnte nicht detektiert werden.
Die Firma Weber Bau GmbH stellte noch in der Nacht einen Radlader mit Bedienung für die Nachlöscharbeiten zur Verfügung.
Insgesamt waren 75 Feuerwehr-Einsatzkräfte aus 9 Feuerwehren zuzüglich Kräfte des Rettungsdienstes, des Betreuungszuges der SEG, der Bergwacht und des THW OV Bad Wildungen unter Leitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul im Einsatz. Einsatzende war am Montagmorgen um 06:00 Uhr.
In den beiden darauffolgenden Tagen waren wir noch dreimal vor Ort um Glutnester abzulöschen.
21. April 2025 – Personenrettung an den Bilsteinklippen (H ABST Y / Einsatznr.: 81)
Am frühen Ostermontagnachmittag (14:16 Uhr) wurden wir mit der Bergwacht, dem Rettungsdienst und der Polizei zu einer Hilfeleistung an den Bilsteinklippen alarmiert.
Dort war eine Person beim Wandern gestürzt und konnte nicht mehr selbstständig absteigen. Mit der Drohne wurden Erkundungsflüge in dem schwierigen Gelände durchgeführt. Durch den Einsatz der Drohne konnte die verunfallte Person aufgespührt werden.
Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bergwacht stiegen zu der Person ab, sicherten und erstversorgten sie.
Für die Rettung der verunfallten Person kam ein Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel Egelsbach mit Winde zum Einsatz. Die verletzte Person wurde in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung geflogen.
23. Juni 2025 – Brand eines Sägewerkes in Allendorf (Eder)-Somplar (F 3 / Einsatznr.: 117)
Am frühen Montagabend (17:44 Uhr) wurden wir zu einem Brand auf dem Gelände eine Sägewerkes in Allendorf (Eder)-Somplar alarmiert.
Vor Ort wurden wir zunächst mit weiteren Einheiten aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und umliegenden Kommunen in einen Bereitstellungsraum beordert.
Nach und nach wurden die Einsatzkräfte dann an verschiedene Einsatzabschnitte auf dem Gelände des Sägewerkes transportiert um die dortigen Einheiten abzulösen bzw. zu unterstützen. Das Staffenlöschfahrzeug wurde unterdessen zur Löschwasserversorgung im Pendelverkehr eingesetzt.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde auch der Gerätewagen-Logistik mit weiteren Atemschutzgeräten und Ersatzkleidung angefordert.
Erst gegen 03:00 Uhr war der Einsatz für uns beendet.
08. Juli 2025 – Kellerbrand in einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße (F 2 Y – Einsatznr.: 133)
Am Dienstagabend (18:19 Uhr) wurden wir zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatte dichter Rauch das Treppenhaus vollständig gefüllt und mehrere Personen machten an Fenstern auf sich aufmerksam. Polizei und Rettungsdienst waren schnell vor Ort und begannen gemeinsam mit Passanten erste Rettungsmaßnahmen über Leitern.
Wir übernahmen die weitere Menschenrettung und brachten insgesamt 5 Personen in Sicherheit. Gleichzeitig gingen mehrere Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren in das Gebäude vor, um den Brand im Keller zu lokalisieren und zu bekämpfen, sowie die weitere Menschenrettung und Kontrolle der Wohnungen zu übernehmen. Parallel dazu ging ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung über einen rückwärtigen Zugang in das Kellergeschoss vor.
Nachdem der Brand unter Kontrolle war, wurde diverses Brandgut aus dem Keller ins Freie verbracht und dort weiter abgelöscht. Weitere Trupps unter Atemschutz wurden im Nachgang zu Nachlöscharbeiten herangezogen.
Insgesamt konnten 11 Personen, darunter mehrere Kinder, aus dem Gebäude gerettet werden. Sie wurden vor Ort vom Rettungsdienst medizinisch versorgt, unterstützt von zwei Leitenden Notärzten und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Im Einsatz waren insgesamt 64 Einsatzkräfte unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Ritte.
11. Juli 2025 – Verkehrsunfall auf der B 485 (H KLEMM 1 Y / Einsatznr.: 138)
Am Freitagabend (20:50 Uhr) wurden wir mit dem Rettungsdienst und der Polizei zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 485 zwischen Altwildungen und Giflitz alarmiert.
Nach dem Frontalzusammenstoß zwischen einem Linienbus und einem PKW war eine Person eingeklemmt, die unter Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte befreit wurde. Parallel zu dem Rettungseinsatz wurde der Brandschutz sichergestellt, ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden und der Rettungsdienst bei der Betreuung der verletzten Personen unterstützt.
Insgesamt wurden bei dem Unfall acht Personen verletzt, davon drei schwer. Alle Verletzten wurden von Notärzten und Rettungskräften erstversorgt und im Anschluss per Rettungshubschrauber bzw. per Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser verlegt.
Während den Rettungsarbeiten und auch noch bis in die Nacht war die Bundesstraße 485 voll gesperrt.
Wir waren mit 30 Einsatzkräften und 7 Einsatzfahrzeugen unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul im Einsatz.
07. Oktober 2025 – Gasautritt in einer Wohnung in der Dr.-Born-Straße (H GAS 1 / Einsatznr.: 200)
Am Dienstagnachmittag (14:32 Uhr) wurden wir und der Rettungsdienst mit dem Einsatzstichwort „H 1 Y“ zu einer Türöffnung in einem Mehrfamilienhaus in der Dr.-Born-Straße alarmiert – eine hilflose Person war in einer Wohnung und konnte die Tür nicht eigenständig öffnen.
Als beim Öffnen der Tür die CO-Warner der Einsatzkräfte auslösten, wurde das Einsatzstichwort auf „H GAS 1“ erhöht, wodurch weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle alarmiert wurden.
Nachdem die Person durch einen Atemschutztrupp aus seiner Wohnung gerettet und an den Rettungsdienst übergeben wurde, konnte in der Wohnung eine sehr hohe Kohlenmonoxidkonzentration festgestellt werden.
Die Einsatzkräfte sicherten eine Gasflasche an einer Kochstelle und verbrachten diese ins Freie. Die betroffene Wohnung wurde belüftet und freigemessen.
Vorsorglich wurden auch die weiteren Wohnungen des Wohnhauses kontrolliert und belüftet.
Insgesamt waren 18 Einsatzkräfte mit 4 Einsatzfahrzeugen unter der Einsatzleitung von Wehrführer Alexander Conradi knapp zwei Stunden im Einsatz.
27. Oktober 2025 – Brand eines Traktors auf der B 253 (F LKW / Einsatznr.: 211)
Am Montagnachmittag (16:48 Uhr) wurden wir mit den Feuerwehren aus Braunau und Odershausen zu einem Brand eines Traktors auf die Bundesstraße 253 etwa 600 m hinter der Abfahrt Braunau in Fahrtrichtung Hundsdorf alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt konnte eine starke Rauchentwicklung wahrgenommen werden.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle stand der Traktor in Vollbrand. Unter Vornahme dreier C-Rohre gingen insgesamt drei Angriffstrupps zur Brandbekämpfung vor. Ebenso mussten auslaufender Dieselkraftstoff und Hydrauliköl aufgefangen und mit Ölbindemittel gebunden werden.
Während der Lösch- und Bergungsarbeiten war die Bundesstraße 253 in beide Richtungen bis etwa 21:30 Uhr voll gesperrt.
Insgesamt waren knapp 40 Einsatzkräfte mit 10 Einsatzfahrzeugen unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Sven Günther in Einsatz.
Insgesamt wurden wir im vergangenen Jahr zu 255 Einsätzen alarmiert – dies sind im Vergleich zum Jahr 2024 (277) 22 Einsätze weniger.
Die beiden letzten Jahre sind mit 277 bzw. 255 Einsätzen die einsatzreichsten Jahre in der Geschichte der Bad Wildunger Feuerwehr.
Die unten stehende Grafik zeigt die Anzahl der monatlichen Alarmierungen:
Die Jahresrückblicke der Jahre 2016 bis 2024 sind mit einem Klick auf diesen Text zu finden.




































