Brand im Talquellenweg am 26.08.2003

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Am frühen Morgen des 26. August 2003 wurde die Feuerwehr Bad Wildungen zu einem Brand eines als Wohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber genutzten Wohnhauses alarmiert.

Da das Gebäude beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Vollbrand stand und dichter Rauch aus allen Öffnungen quoll, wurden auch die Feuerwehren aus Wega, Mandern und Reinhardshausen zur Unterstützung angefordert.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die meisten der 48 im Haus gemeldeten Personen bereits ins Freie gerettet und wurden von Kräften des Rettungsdienstes und Anwohnern versorgt.

Um die weiteren vermissten Personen in Sicherheit zu bringen und um den Brand zu löschen gingen mehre Atemschutztrupps in das Gebäude vor. Da das komplette Treppenhaus aber bereits komplett zerstört war, konnte dies nur über tragbare Leitern erfolgen.

In einem Badezimmer fanden die Feuerwehrleute eine leblose Person, die vom Rettungsdienst reanimiert werden konnte. Weitere Personen konnten auf ein Zwischendach verbracht und über Leitern in Sicherheit gebracht werden. Zwei weitere Bewohner waren bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte in Panik vom Balkon des ersten Stockes gesprungen und wurden mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt wurden bei dem Brand 24 Personen, drei von ihnen schwer und eine lebensgefährlich, verletzt.

Gegen 6.00 Uhr konnten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle bringen.

Neben den knapp 80 Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch Helfer der Schnellen Einsatzgruppen aus Korbach, Frankenberg (Eder) und dem Schwalm-Eder-Kreis, sowie zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, im Einsatz.

Laut den damaligen Zeitungsberichten wurde der Brand von einem brennenden Sofa in einem Aufenthaltsraum ausgelöst. Da das Feuer längere Zeit unentdeckt blieb, konnte sich der Brand auf den kompletten Raum ausbreiten, was schließlich zu einer Rauchgasdurchzündung und einem Übergreifen auf die anderen Geschosse führte.

Fotos: Fotoarchiv Feuerwehr Bad Wildungen